Brustchirurgie

Glossar

Kapselfibrose

Nach jeder Implantation bildet sich als Heilungsreaktion eine bindegewebige Hülle, die Implantatkapsel. Verdickt und verhärtet sich diese Kapsel und schnürt das Implantat ein, spricht man von Kapselfibrose oder Kapselkontraktur. Sie zählt zu den häufigsten Komplikationen nach einer Brustvergrößerung und macht oft eine erneute Operation nötig.

Begriff
Kapselfibrose
Stand
11. September 2026

Was dahinter steckt

Nach Angaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), das sich auf ein systematisches Review stützt, liegt die Kapselkontraktur-Rate nach Brustvergrößerungen zwischen 0,6 und 17,4 Prozent, nach Rekonstruktionen deutlich höher zwischen 21,1 und 47,7 Prozent. Die Häufigkeit hängt unter anderem von Implantatoberfläche, Implantatlage und der Art des Eingriffs ab.

Das Deutsche Ärzteblatt beschreibt die Kapselfibrose als eine der häufigsten Komplikationen und einen der Hauptgründe für erneute Operationen nach einem Brustimplantat. Ausgeprägte Fälle werden nach der Baker-Klassifikation in vier Schweregrade eingeteilt, von weicher, unauffälliger Kapsel bis zu einer harten, sichtbar verformten und schmerzhaften Brust.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. Brustimplantate aus Silikon: Allgemeine Hinweise und Risiken, BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte),
  2. Kapselfibrosen und Krebserkrankungen: Wenn das Brustimplantat krank macht, Deutsches Ärzteblatt, Ausgabe 48/2021,

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Stand dieser Angaben: 11. September 2026.